Deprecated: mysql_connect(): The mysql extension is deprecated and will be removed in the future: use mysqli or PDO instead in /www/joo/config.inc.php on line 57 galerie JO VAN DE LOO
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THE ARTIST


In seiner jüngsten Serie von Ölgemälden widmet sich Leonhard Hurzlmeier erneut dem Thema Frau: Frauen in unterschiedlichsten Situationen und Gemütszuständen. Seine stilisierten Porträts bewegen sich am Rande der Abstraktion und zeichnen sich durch die raffinierte Komposition geometrischer Formen, die leuchtenden aber unaufdringlichen Farben und das humorvolle Augenzwinkern des Künstlers aus.

In ihrer Plakativität sind die Gemälde unmittelbar zugänglich und direkt lesbar. Zugleich sind sie jedoch auch „langsame Bilder“, die zu einer intensiven Versenkung einladen und sich durch die Assoziationen des Betrachters öffnen und entwickeln.
So wird bei genauer Betrachtung ein strenges mathematisches Konstruktionsprinzip sichtbar, in das die Figuren gemäß anatomischer Proportionen übertragen wurden. Durch den umlaufenden Rand der Hintergrundfarbe entsteht ein Maßsystem, das sich im gesamten Bild wiederfindet, ohne dabei dogmatisch zu sein.
Auch die Wahl der Farben folgt einer Kombination aus Regelsystem und Intuition: klassische Farbsymbolik vermischt sich mit motivbezogener Illustration. Durch die klare Figur-Grund-Beziehung und den Verzicht auf Modellierung und Verschattungen bewegt sich Hurzlmeier dabei in der Tradition der Farbfeldmalerei, kombiniert diese jedoch mit dem Figurativen.
Trotz der Genauigkeit der Gestaltung entstehen die Bilder erst auf der Leinwand, meist ohne vorherige Skizzen, und verändern sich im Laufe des Arbeitsprozesses. Durch das Abschleifen der Oberflächenstruktur vermeidet der Künstler Gestus und Textur und verstärkt die Präzision seiner Gemälde.

Für die Ausstellung „Neueste Frauen“ in der Galerie Jo van de Loo sind nun eine Reihe neuer Porträts entstanden, deren genaue Betrachtung sich lohnt: eine Architektin trifft auf eine Zyklopin, Musi Muse auf Bitter Bunny, und eine fröhliche Witwe auf eine Badende, die sich über einen Strandfund freut.

»Leonhard Hurzmeier's geometric, figurative paintings of women fall somewhere between Fernand Léger's personalized Cubism and your emoji keyboard: quirky and precise, rewarding you the longer you look.«
New York Magazine, January 2015