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THE ARTIST

E

Lola Sprenger’s (*1983, Starnberg, Germany, lives and works in Munich and Belgrade) most recent body of work depicts nostalgic projections of futuristic reality. Based on allusions of the past and transformed by memories which reflect the effects of the present moment.
Sprenger searches for a visual re?ection of the non-visual world, reviving the interspaces in which we exist and playing with the limits of our perception.
For this, she developed a hybrid artistic process at the line between painting and drawing. Working exclusively in dry pigments on paper the light and dark shades of the pigmented powder are rubbed in by energetic movements in the final stage. In the dry painting she found her method to defy the literary pathos she so despises.
Colours based on complementary contrasts hypnotize with the vibrating tones of warm and cold energy flows. They hold the gaze and dissolve the field of vision through ?uorecend moments. The result is a psychedelic landscape, poisonously destructive, that wants to trigger the erosion of idyllic "memories" of the mythological garden as a symbol of untouched nature. The artist’s works are not a tangible area, nor determined by space and time.
Bright neon nuances vis-?-vis variations of darker shades create the mystical atmosphere of a forest in which everything changes its aggregate state.
The composition is a fusion of abstract space and plays with figuration. Threatening places that break apart and fragment into flashes and light effects caused by the appearance of archetypal creatures which are both human and animal beings. Even when they are not present, their destructive role is emphasized as paranoid shadows on the move.
The work of Lola Sprenger offers a multitude of symbolic and metaphorical interpretations, which can be found especially in the details, the most sensitive parts of the painting. According to the artist, the richness of the fragments is pure, true content, that can be degraded into the complete range of the abstract, while the sum of all fragments can be reassembled into a unique provocative content.


D

Lola Sprengers (*1983, Starnberg, lebt und arbeitet in München und Belgrad) jüngster Werkszyklus stellt die nostalgischen Projektionen futuristischer Realität dar. Belastet von dem gegenwärtigen Zustand und verformt durch Erkenntnisse, die die Auswirkungen der momentanen Weltlage wiederspiegeln. Sie sucht nach visueller Re?ektion der unsichtbaren Welt, nach der Belebung des Zwischenraums in dem wir existieren und spielt mit den Grenzen der Wahrnehmung. Hierfür entwickelte sie ein hybrides künstlerisches Verfahren an der Grenze zwischen Malerei und Zeichnung, ausschließlich mit trockenen Pigmenten auf Papier, bei dem im Endstadium die hellen und dunklen Töne des pigmentierten Puders durch energetisch zuckende Bewegungen eingerieben werden. In der Trockenmalerei ?ndet die Künstlerin eine Methode, die sich dem von ihr verachteten literarischen Pathos, widersetzt.
Farben, die auf komplementären Kontrasten beruhen, hypnotisieren mit den vibrierenden Tönen warmer und kalter Energieströme, halten den Blick und lösen das Sichtfeld durch ?uoreszierende Momente, wieder auf. Dadurch entsteht eine psychedelische Landschaft, giftig destruktiver Prozesse, welche die Erosion der idyllischen “Erinnerungen”, an den mythologischen Garten, als Symbol unberührter Natur, auslösen.
Lola Sprengers Werke sind keine greifbare Gegend noch werden sie durch Raum und Zeit bestimmt. Die Verwandlung der Natur als Metapher für fortschrittliche wirtschaftliche Ziele, die die Bewegungsrichtung geändert haben und einen Grad skrupelloser Ausbeutung aller Ressourcen, erreicht haben, in denen Kapital erkannt wurde.
Helle Neonnuancen vis-a-vis mit Variationen von Braun, kreieren die mystische Atmosphäre eines Waldes, in dem alles seinen Aggregatszustand ändert. Die Bilder sind aufgeladen mit der Energie von Grün und Rot, Orange und Gelb, die gegen die glänzenden und matten Töne von bräunlichem Grün, nebligem Grau, korrosivem und glitzernden Himmel pulsieren. Allgegenwärtigen Vorboten der Instabilität welche die Geladenheit der elektri?zierten, dynamischen Abstraktionen noch erhöhen.
Die Komposition ist eine Verschmelzung von abstraktem Raum und dem Spiel mit der Figuration. Bedrohliche Orte, die auseinanderbrechen und in Blitzen und Lichteffekten zersplittern, verursacht durch das Erscheinen archetypischer Wesen. Zwitterwesen die sowohl Menschliches, als auch Tierisches in sich tragen. Selbst wenn sie nicht wirklich greifbar scheinen, wird ihre destruktive Rolle betont, durch paranoide Schatten, die im Aufbruch begriffen sind.
Die Werke von Lola Sprenger bieten eine Vielzahl für symbolische und metaphorische Interpretationsmöglichkeiten, die vor allem in den Details, den sensibelsten Teilen des Gemäldes, zu ?nden sind. Der Reichtum der Fragmente ist für die Künstlerin reiner, wahrer Inhalt, der in die komplette Bandbreite des Abstrakten zerlegt werden kann, während sich, die Summe aller Splitter und Versatzstücke, in einem einzigartigen provokativen Inhalt wieder zusammenfügen.


Text: Nataša Radojevi?