Deprecated: mysql_connect(): The mysql extension is deprecated and will be removed in the future: use mysqli or PDO instead in /www/joo/config.inc.php on line 57 galerie JO VAN DE LOO
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THE ARTIST


E

First, a thick Cadmium yellow, widely spread out from the middle of an almost square wooden panel to the sides, with the bold consistency of an egg yolk stopped by a sharp and shady blue line that closes?the bottom corners of the painting, like a contour, precluding the yellow form while supporting it. Further on, a rather gestural oral pattern with Cadmium
red tones and a creamy Aegean blue that goes from deep dark to pale. The bottom corners of the format are cut round and the oral motive is overlapped by two chiffon-white bands, solid but appeasing, partly shutting up the pattern.

Assembling a word with other words gives it a new dimension and forms a sentence - Isabelle’s paintings have an analogous con guration. They don’t however only complete each other to make a whole, they are at odds, disagree, respond with variances or enhance one another. Isabelle’s pieces don’t t, they cohabit. Some are absolute partners while others can hardly bare each other.

A door that is neither quite open nore quite closed is ajar. This in-between, irresolute moment is both present within the painting and outside, in the exhibition, between the pieces.

by Isabelle Tondre (2017)


D

Am Anfang, ein sattes Cadmium-Gelb, von der Mitte?des Holzes zu seinen Rändern ießend, mit der dicken Konsistenz von Eidotter, aufgehalten durch eine scharfe dunkelblaue Linie, die die unteren Kanten des Bildes umschließt wie eine Kontur, die begrenzt und gleichsam trägt. Später, ein gewundenes orales Muster aus Rottönen und Aegeanblau, tiefdunkel bis blass. Die Unterkanten sind abgerundet und das orale Muster wird von vertikalen Chiffon-weiße Streifen überlagert die es, massiv und sanft zugleich, beinah Verstummen lassen.

Ein Wort erhält neue Bedeutungen, wenn man es mit anderen Wörtern zu einem Satz verbindet. Isabelles Arbeit folgt demselben Prinzip. Ihre Bilder ergänzen sich aber nicht einfach zu einem Ganzen, sie reagieren aufeinander, verstärken sich, stoßen sich ab, verändern sich. Sie passen nicht, sie kohabitieren. Einige sind ideale Partner, andere können sich nicht ertragen.

Eine Tür, die weder ganz offen noch ganz geschlossen ist, ist ajar (so das englische Wort für angelehnt). Diese Unfertigkeit untersucht Isabelle sowohl innerhalb des Gemäldes als auch außerhalb, in der Ausstellung, zwischen den Werken.

Text: Isabelle Tondre (2017)


D

Isabelle Tondre (geboren 1991) ist eine französische Künstlerin, die in Frankfurt am Main lebt und arbeitet. Nach ihrem Bachelor in Kunst in Strasbourg setzte sie ihr Studium an der Akademie der Bildenden Künste München zunächst im Rahmen eines Erasmus- Austauschs fort. Drei Jahre später, im Februar 2017, machte sie in München ihr Diplom als Meisterschülerin in der Klasse für Malerei und Grafik von Jean-Marc Bustamante. Sie gewann den Preis der Erwin und Gisela von Steiner Stiftung für Diplomanden, der es ihr erlaubte, an der Debütantenausstellung teilzunehmen.

Isabelles Bilder sind ab dem 17.2.2017 in der Galerie Jo Van De Loo zu sehen, im Rahmen einer Einzelausstellung mit dem Titel Ajar.

«Ajar», so das englische Wort für angelehnt: wenn eine Tür weder ganz offen noch ganz geschlossen ist. Diese Unabgeschlossenheit untersucht Isabelle sowohl innerhalb des Gemäldes, durch eine Anordnung von Formen, Linien und Farben, als auch außerhalb,?in der Ausstellung, zwischen den Werken.